Kinderzimmer ausmisten wie ein Profi
Wir Eltern neigen dazu, unsere Kinder mit Spielzeug zu überhäufen. Ob Geburtstage, Weihnachten oder einfach so – es gibt immer einen Grund, noch mehr ins Kinderzimmer zu stellen. Aber wie viel Spielzeug braucht ein Kind eigentlich wirklich?
Die Wahrheit ist oft überraschend: Kinder spielen meistens nur mit einer Handvoll ihrer Spielsachen regelmäßig. Das bedeutet, der Rest verstaubt einfach nur. Zu viel Auswahl kann Kinder sogar überfordern und ihnen die Freude am kreativen Spielen nehmen.
Ein gut sortiertes Spielzeugsortiment aus drei bis vier sorgfältig ausgewählten Teilen kann viel erfüllender sein. Klassiker wie Lego, Playmobil oder die Brio Holzeisenbahn bieten vielseitige Möglichkeiten für fantasievolles Spiel. Dabei sind Bücher, Malsachen und Spiele eine eigene Kategorie und zählen nicht zur 'Spielzeugquote'.
Fazit: Weniger ist mehr. Ein ausgemistetes Kinderzimmer mit weniger, aber dafür hochwertigem Spielzeug, kann für mehr Spaß und Kreativität sorgen. Und falls Sie sich fragen, wohin mit dem überschüssigen Spielzeug: Spielzeug verkaufen an Stuffle ist super einfach und bequem.
Damit Kinder nicht im Spielzeug versinken, sollten Sie regelmäßig Spielsachen aussortieren. Nur so stellen Sie sicher, dass nicht nach kurzer Zeit wieder Chaos im Kinderzimmer entsteht und Ihr Kind überfordert ist. 5 gute Gründe, das Kinderzimmer endlich auszumisten:
- Ein Event steht an: Sei es Weihnachten, die Einschulung oder der Geburtstag. Meistens bedeuten Feiern, dass Kinder neue Spielsachen bekommen. Schaffen Sie Platz im Kinderzimmer vor der Feier.
- Jahreszeitenwechsel: Im Winter spielen Kinder mehr drinnen, während sie im Sommer kaum im Kinderzimmer sind. Passen Sie das Spielzeug der Saison an. Räumen Sie einen Teil der Legosteine im Sommer in den Keller und legen Sie stattdessen Springseil, Bälle und Outdoorspielzeug bereit.
- Ihr Kind spielt kaum mit dem Spielzeug: Sie wissen, Ihr Kind liebt die Magnetbausteine, aber zu Hause rührt es sie nicht an? Das kann daran liegen, dass zu viel Angebot im Kinderzimmer herrscht.
- Platzmangel: Statt Regale und Aufbewahrungsboxen für das neue Spielzeug zu kaufen, ist es besser, Platz für neues Spielzeug zu schaffen. Als Faustregel gilt: Kommt neues Spielzeug dazu, muss altes weichen. Nachhaltig Spielzeug aussortieren ist mit diesem Trick super einfach.
- Vielseitige Spielsachen: Bieten Sie Ihrem Kind Spielsachen an, die nicht vorgefertigt sind, zum Beispiel Bausteine, Verkleidungskoffer, Spielfiguren und Puppen. Sie regen die Fantasie an und sind im Spiel vielseitig einsetzbar.
- Überprüfen Sie Ihre Erwartungen: Kinder, besonders die Kleinen, haben oft kein natürliches Verständnis für Ordnung. Sie sehen alle Spielzeuge als gleich wichtig an und neigen dazu, sogar beim Aufräumen zu spielen. Ein Gespür für Ordnung entwickelt sich meist erst im Grundschulalter. Daher ist es wichtig, realistische Erwartungen zu haben und altersgerechte Ordnungsziele zu setzen. So minimieren Sie Streit und Frustration und können besser bei der Organisation unterstützen. Geht Ihr Ordnungsbedürfnis darüber hinaus müssen Sie den größten Teil wohl oder übel selbst aufräumen.
- Einfacher Aufräumen: Starten Sie sanft und erwarten Sie nicht zu viel, wenn Sie Ihr Kind ans Aufräumen heranführen. Ein erster Schritt könnte sein, das Spielzeug zu minimieren. Überschüssige Spielsachen können Sie bequem mit STFL von Stuffle verkaufen, oder sie für eine Weile aus dem Sichtfeld räumen. Durch diese Spielzeug-Rotation bleibt das Kinderzimmer übersichtlicher. Für die Aufbewahrung eignen sich beschriftete Säcke oder Boxen, die leicht zugänglich sind. Kleiner Tipp: Bei jüngeren Kindern können Fotos an den Boxen hilfreich sein, da sie oft noch nicht lesen können. So wird das Aufräumen zum Kinderspiel und dauert nicht ewig, weil nicht jedes Teil einzeln weggeräumt werden muss.
- Aufräumen mit Spaß und Freude: Feiern Sie kleine Erfolge! Wenn Ihr Kind selbstständig ein paar Stifte weglegt, ist das ein High-Five wert. Sätze wie "Ich freu mich, dass du mithilfst!" oder "Toll, dass du das schon erledigt hast!" motivieren und leiten Ihr Kind an, Ordnung ohne Druck zu lernen. Machen Sie das Aufräumen zum Spiel: Wer kann am schnellsten die Kuscheltiere in die Box werfen? Oder wie wäre es, Legosteine mit einer Küchenkelle in die Kiste zu schaufeln? Klarheit ist ebenfalls wichtig. Statt zu sagen: "Räum den Boden auf, man kommt ja nicht mehr durch," formulieren Sie es präziser: "Bitte sammle die Legosteine und leg sie in die gelbe Kiste." Und stellen Sie die Kiste und die "Schaufel" gleich bereit – so macht Aufräumen Spaß!