Porzellan reinigen — schonend und sicher

Schönes Porzellan sollten Sie mit Bedacht behandeln — dann hält es Generationen.

Ob Sammlerservice von Meissen, das geerbte Geschirr von der Oma oder modernes Alltagsporzellan: mit den richtigen Handgriffen bleibt Porzellan glänzend, frei von Kratzern und der Goldrand verblasst nicht. Hier die wichtigsten Regeln.

Porzellan richtig reinigen

  1. 1. Spülmaschine oder Handwäsche? Modernes Alltagsporzellan ohne Goldrand: meist spülmaschinenfest (Etikett oder Symbol auf der Unterseite prüfen). Antikes Porzellan, Stücke mit Gold- oder Silberrand, handbemalte Stücke: IMMER per Hand.
  2. 2. Handwäsche mit warmem Wasser Warmes (nicht heißes!) Wasser, ein Tropfen mildes Spülmittel. Mit einem weichen Schwamm oder Mikrofaser-Tuch sanft abwischen. Niemals Stahlwolle oder kratzige Schwämme.
  3. 3. Hartnäckige Tee- oder Kaffeeflecken Mit Natron-Paste behandeln: 1 Teelöffel Natron mit ein paar Tropfen Wasser zu einer Paste mischen, mit Fingern oder weichem Tuch auf den Fleck reiben. 5 Minuten einwirken lassen, dann normal spülen.
  4. 4. Zuckerwasser bei Vergilbung Ältere Tassen werden manchmal vom Inneren her gelblich. Hilft: einen halben Liter warmes Wasser mit 2 Esslöffeln Zucker in die Tasse, 30 Minuten stehen lassen, klar spülen. Erstaunlich effektiv.
  5. 5. Mit weichem Tuch trocknen Sofort nach dem Spülen mit einem sauberen, weichen Geschirrtuch trocknen. Wasserflecken sind unschön, Kalkflecken hartnäckig. Bei Goldrand: extra vorsichtig — Geld geht ab.

Was Sie besser vermeiden

  • Goldrand in die SpülmaschineGoldrand und Edelmetall-Verzierungen verlieren in der Spülmaschine den Glanz und können sich ablösen. Diese Stücke gehören in die Handwäsche.
  • Mikrowelle bei goldverziertem PorzellanGold und Silber sind Metall — in der Mikrowelle gibt das Funken und kann das Stück beschädigen. Nur weißes oder unverziertes Porzellan ist mikrowellengeeignet.
  • Heißes Wasser auf kaltes PorzellanKann zu Haarrissen führen, besonders bei dünnen Tassen und antiken Stücken. Lieber langsam erwärmen — z.B. Tassen vor dem Einschenken kurz mit warmem Wasser vortemperieren.

Aufbewahrung wertvollen Porzellans

Tassen und Untertassen NIE direkt aufeinanderstapeln — zwischen jedes Stück ein Stück Filz oder Küchenpapier legen, das verhindert Kratzer. Tassen besser an Haken hängen als auf den Henkel stellen, das ist die typische Bruch-Stelle. Antikes Porzellan in einer Vitrine mit etwas Abstand zwischen den Stücken aufbewahren — kein Aneinanderstoßen beim Türschließen. Bei Umzug: jedes Stück einzeln in Zeitungspapier oder Luftpolsterfolie wickeln.

Häufige Fragen zur Porzellanpflege

Wie bekomme ich Risse aus Porzellan?

Echte Risse leider gar nicht — die sind dauerhaft. Bei Haarrissen, in denen sich Schmutz festsetzt, hilft Einweichen in Milch über Nacht: die Milch lagert sich in die Risse ein und macht sie weniger sichtbar. Wirklich auswechseln lassen sich Risse nur bei sehr wertvollen Stücken vom Restaurator.

Mein Service hat Lagerränder bekommen — Hilfe?

Stapelränder von Untertassen oder Tellern lassen sich oft mit einer Paste aus Natron und Wasser entfernen: aufstreichen, einwirken lassen, mit weichem Tuch in kreisenden Bewegungen polieren. Bei hartnäckigen Rändern hilft ein Tropfen weißer Essig im Putzwasser.

Welches Porzellan ist besonders wertvoll?

Manufaktur-Stücke wie Meissen, KPM Berlin, Nymphenburg, Rosenthal Studio-Linie und Hutschenreuther sind oft viel wert — besonders ältere oder vollständige Service. Auch Hummel-Figuren und Goebel-Stücke haben Sammlerwert. Bei der Bewertung helfen Stücke wie Bodenmarke, Vollständigkeit und Zustand.

Auf der Suche nach gebrauchten Porzellan-Stücken?

Bei Stuffle finden Sie geprüftes Porzellan und Geschirr von Manufakturen wie Rosenthal, Villeroy & Boch, Hutschenreuther und vielen mehr — alle Stücke transparent beschrieben.

Porzellan bei Stuffle ansehen →